Die Situation von Ertug & Kokabiyik 2010

Der Verlag Ertug & Kocabiyik wurde vor einem guten Vierteljahrhundert von dem Fotografen Ahmet Ertug (sprich: Ertu) und dem Industriellen Ahmet Kocabiyik in Istanbul gegründet. E&K ist Teil der Borusan-Kulturstiftung und hat sich auf großformatige, extrem hochwertige Bildbände im exklusiven Preisbereich von 600 bis 1200 Euro und Vorzugsausgaben im bis zu vierstelligen Preisbereich spezialisiert. Vor 2010 verlegte E&K vierundzwanzig Folio-Bände, die kulturhistorische und archäologische Themen der östlichen Mittelmeerregion abdeckten. Der fünfundzwanzigste Band sollte davon verschieden sein, die beiden folgenden diesen noch übertreffen.

Ertug & Kocabiyik war 2010 in der Situation eines renommierten Kulturvermittlers, der auf Altertümer des spätrömisch-byzantinischen und islamischen Geschichte beschränkt war. Abnehmer waren Diplomaten und eine ausgewählte Schar von Buchsammlern. Um das etwas angestaubte Image aufzupolieren, hatte Ahmet Ertug vom bei E&K als Mäzen auftretenden Ahmet Kocabiyik (Porträt im Spiegel vom Januar 2010) das Go bekommen, Bücher zu Themen aufzulegen, die seinen künstlerischen Ambitionen entsprachen, eine gesamteuropäische Sicht ins Verlagsprogramm brachten und der zeitgenössischen Fotokunst näher standen als die Dokumentation kleinasiatischer Ausgrabungsstätten.

Wie auch bei den früheren Bänden geben anerkannte Autoren den neuartigen Publikation der Jahre 2010 bis 2012 das wissenschaftliche Fundament. Alle Bilder stammen von Ahmet Ertug, einem in London ausgebildeten Architekten, der sich zur Zeit der Verlagsgründung der Großformat- Fotografie zugewandt hat.

 

Im Herbst 2009 nahm Ahmet Ertug Kontakt mit mir auf. Er bat mich um einen populärwissenschaftlichen Text für seine Website über die zwei neuartigen Bände, die nicht nur als exklusive Staatspräsente oder wissenschaftliche Bibliotheksexemplare Absatz finden sollten. Daraus entwickelte ich die Grundlage für eine auf drei Jahre angelegte PR-Kampagne, die sämtliche Bildbände von E&K im deutschsprachigen Raum über Fachkreise hinaus bekannt machte. (Link zu: http://ahmetertug.com/press-kloever.html mit PDF-Download der von mir auf Englisch verfassten Version. Die deutsche Version stelle ich gerne auf Anfrage zur Verfügung.)

Mir stand ein gut vierstelliger Etat pro Jahr (exklusive Honorar) zur Verfügung, der halbjährlich belegt und abgerechnet wurde. Dieser schloss die Honorare für deutschsprachige Fachautoren ein, welche zwischen 30% und 50% des Etats ausmachten.

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